Katharina - Über mich

Ich bin Katharina. 1983 in Demmin geboren. Zuerst ein Kinderkrippenkind in der Clara Zetkin Strasse, wurde ich später Kindergartenkind in der Kita Südmauer, danach Grundschülerin der Waldschule. Von der 5. - 13. Klasse, also bis 2003, war ich Schülerin des Goethe- Gymnasiums. Hier habe ich auch 2003 mein Abitur abgelegt.

In meiner Freizeit habe ich bei den B- Jugend Mädchen des SV Einheit Demmin und später dann bei der 1.Frauenmannschaft Handball gespielt- damals noch in der Halle in Sarow. Als sich dann irgendwann die Frauenmannschaft in Demmin auflöste, spielte ich für eine Weile beim HSV Grimmen 92 und dann lange, sogar noch während meiner Studienzeit, beim SV Traktor Dargun - fantastische Zeiten waren das!

 

Nach ein paar Studienjahren in Greifswald, einem Austauschjahr in Bergen / Norwegen und dem Studienwechsel nach Rostock musste ich aufgrund mehrerer schwerer Knieverletzungen (dem Handball sei Dank) mein Studium abbrechen. Keine einfache Zeit, aber mein Freund James, der in England lebte, hat mir damals die Entscheidung leicht gemacht. 2012 ging es also mit Sack und Pack nach England - ich hatte nichts zu verlieren, sondern nur alles zu gewinnen. Daher habe ich mich kurzum aus Deutschland abgemeldet, mir Arbeit in England gesucht, ein Studium an der University of Reading / England begonnen, und dieses dann 2015 abgeschlossen. 

 

Zwischendrin und lange bevor unser echtes Abenteuer Norwegen begann, wurden James und ich stolze Eigentümer der Villa Sognefjord , einem Haus direkt am Sognefjord in Norwegen, das wir, mit grossem Einsatz meiner Familie aufgemöbelt hatten und welches wir bis heute an Feriengäste vermieten.

 

Jeder, der mich kennt, weiß aber auch, daß ein Leben in Norwegen, an einem Fjord, fernab von allem, schon immer ein lang gehegter Traum von mir war. Seit den ersten Tagen in unserer Villa Sognefjord hofften wir daher, irgendwann auch einmal hier zu leben, an den Ufern des Sognefjords, im schönen BalestrandNachdem ich dann 2015, als frischer Reading Alumni, hier auf der anderen Fjordseite  Arbeit fand, war der Entschluss gefasst und der damalige Traum wurde Wirklichkeit.

 

Norwegen wurde unsere neue Heimat. Ein Schritt, den wir beide bis heute nie bereut haben.

 

 

Meine Schwester und ich auf Menesstølen, einem Gipfel auf der anderen Fjordseite
Meine Schwester und ich auf Menesstølen, einem Gipfel auf der anderen Fjordseite

 

Demmin

 

"Man muss erst gehen, um sich wiederzusehen"

 

Auch wenn ich seit Langem mehr als tausend Kilometer von meiner Familie und meiner Heimat Demmin entfernt lebe, erscheinen sie mir jetzt näher als zuvor. Die Stadt und ihre Geschichte, ihre Menschen, ihre Tristesse aber auch ihre Schönheit, die Ruhe und die vielen Momente in ihr haben mich geprägt und zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Demmin ist meine Heimat und damit ein spezieller Teil von mir, den ich zuerst schnell vergessen und verlassen wollte.  Später dann, und vielleicht auch gerade durch die Entfernung zu ihr, entdecke ich diese kleine Stadt, ihre Geschichte und die vielen wunderbaren Menschen, die hier leben immer wieder neu.

 

Umso spezieller war es daher für mich, als ich 2018 über Trudes Buch "Mormor danset i regnet" (Oma, die im Regen tanzte) stolperte. Einem Roman, der doch tatsächlich in "meinem" kleinen Demmin spielt, und der bis heute noch nie ins Deutsche übersetzt wurde. 

Ich hatte daraufhin das große Glück, die Autorin Trude Teige kennenzulernen und mehr über ihr Buch und den Hintergrund zu erfahren. Meine Hoffnung wuchs, dass noch mehr Demminer irgendwann einmal diesen Roman in den Händen halten könnten, um auch von der Geschichte von Juni und Thekla inspiriert zu werden. Denn dieser Roman "Mormor danset i regnet" ist eben kein Bericht eines Überlebenden, oder das Ergebnis einer akribischen Recherche eines Geschichtswissenschaftlers. Er ist ein von einer Norwegerin verfasster Roman, der Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Scham und Liebe anspricht und die Grausamkeit der Demminer Tragödie belletristisch aufarbeitet, und ihr dabei wenig voreingenommen und gleichzeitig mit viel Gefühl entgegentritt.
 
Seit dem ersten Treffen mit Trude versuche ich nun, die Geschichte des Romans, aber auch diese ungewöhnliche Zufallsfreundschaft zwischen Trude und mir, ein wenig mehr im deutschsprachigen Raum publik zu machen, da wir beide hoffen, dass uns dies bei der Suche nach einem Verlag vielleicht hilfreich sein könnte.

Wer also Tips oder Hinweise hat, die uns irgendwie weiterhelften könnten, schreibt mir gerne.

 

Ab sofort werde ich versuchen ein Expose, eine Inhaltsangabe und die ersten Übersetzungen fertigzustellen. Ein wenig Arbeit liegt also noch vor mir, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. 

 

Bleibt also dran, und folgt allen weiteren Neuigkeiten auf Facebook und Instagram.
Trude und ich in Bergen
Trude und ich in Bergen

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